Archives Works Marathon

20. - 22. November 2013 / Marathon, Acting Archives

Als praktizierte Erinnerung. Als praktizierte Geschichten. Als Geschichtsschreibung. Als etwas technologisch oder körperlich Vermitteltes. Als etwas, das politisch oder sozial die Welt berührt. Als (wahlweise) Werkzeug oder Waffe, etwas das Verantwortung übernimmt, das kritisch filtert, Form gibt, das Offenheit statt Geschlossenheit ermöglicht, das generiert anstatt zu konsolidieren. Es reicht in die Zukunft mehr als in die Vergangenheit. Vielleicht ein „Erinnerung der Gegenwart“ wie Henri Bergson sagt.

Der dreitägige Archives Works Marathon ist ein dichter Energie- und Ideenstrom rund um das Arbeiten mit Archiven, der Inhalte generiert, Fallstudien, Werkzeuge und Methodik archivarischer Praktiken und künstlerischer Wissensproduktion vorstellt. Diskutieren und teilnehmen werden Künstler, Historiker, Kuratoren, Theoretiker, Stadtplaner, Lehrende, etc. mit Vorträgen, Performances und Experimenten, denen Frage- und Diskussionsrunden folgen. Die bisherigen Marathon-Veranstaltungen des Instituts brachten Kollegen und Fachleute zusammen, die mit dem Institut über ihre Lehr- und Lernpraxis verbunden sind, und die Kunst und Kunstausbildung die Fähigkeit einräumen, Wirklichkeit verändern zu können. Diese Marathon-Veranstaltungen sind gleichermaßen Experimente im Lehren und Lernen. Sie sind Anlässe gemeinsamer Wissensaneignung für Denken und Handeln gleichermaßen.

Archive sind Werke. Archive arbeiten, sie müssen bearbeitet werden, sie müssen Arbeiten generieren. Der Marathon ist ein Proof of Concept, dafür dass verschiedene archivarische Praktiken initiiert und weiter entwickelt werden.

Ein Proof of Concept ist eine Idee, die ausgeführt wird, um ihre Machbarkeit zu beweisen. Es ist praktizierte Theorie. Archives Works ist nicht nur ein Experiment für Lehre und künstlerisches Handeln, es ist darüber hinaus Teil des Projekts Acting Archives, das vom Institut für Raumexperimente in Kooperation mit der Alle School of Fine Art And Design an der University of Addis Ababa, mit Künstlerinitiativen und weiteren Institutionen in Addis Ababa realisiert wird.

Beiträge bestehen aus Präsentationen, Diskussionen, einer kuratierten Ausstellung unter dem Titel ArchivesActing, Arbeiten und Filmvorführungen. Beitragende sind Aeaeaeae, Hans-Henning Korb, Robert Lippok und Raul Walch; Berhanu Ashagrie Deribew; Jochen Becker; Beatrice von Bismarck; AA Bronson; Olafur Eliasson; Eric Ellingsen; Fasil Giorghis; Elizabeth Giorgis; Tue Greenfort; Clara Jo; Mihret Kebede; Koyo Kouoh; Cynthia Kros; Jonathan Ledgard; Armin Linke; Robert Lippok; Bekele Mekonnen; Salem Mekuria; Felix Melia; Doreen Mende; Natasha Mendonca; Netsa Art Village; Emeka Ogboh; Elvira Dyangani Ose, Pere Ortín, und Vic Pereiró; Georges Pfruender; Olga Robayo; Aykan Safoǧlu; Bernd Scherer; Stefanie Schulte Strathaus; Daniela Seel, Rike Scheffler, Ernesto Estrella und Sis Matthé; Nicola Setari; Diana Sprenger; Kat Válastur; Ai Weiwei; Christina Werner; Louwrien Wijers und Euan Williams.

Rezepte, das Menü und Reflektionen zu Essen kommen von Tainá Guedes, Asako Iwama, Lauren Maurer und Lynn Peemoeller. Rezeptkarten, designed von Thomas Meyer: (PDF)

Bildnotizen von Georges Pfruender

Acting Archives ist ein Projekt des Institut für Raumexperimente der Universität der Künste Berlin und der Alle School of Fine Arts and Design, Addis Ababa University, unterstützt durch Studio Olafur Eliasson, gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes.

Archives Works Marathon, Tag 1

20. November 2013 / Marathon, Acting Archives

Archives Works Marathon, Tag 2

21. November 2013 / Marathon, Acting Archives

Archives Works Marathon, Tag 3

22. November 2013 / Marathon, Acting Archives

Archives Works Marathon, Visual Notes

20. - 22. November 2013 / Marathon, Acting Archives